Die Messerattacke auf einen 23-jährigen Stolberger hat uns schwer erschüttert. Erschreckend ist, dass anscheinend ein Zusammenhang mit dem Wahlkampf für die Kommunalwahlen bestand.
Wir stehen dafür ein, dass Stolberg zusammenwächst und Vorurteile überwunden werden und haben uns auch mit Menschen, welche türkische Wurzeln haben, unterhalten. Daran, dass eine Geste der Verständigung und der Freundschaft allerdings eine solche Reaktion hervorrufen würde, hat niemand von uns wohl im Entferntesten gedacht.

Im Wahlkampf sind die Gemüter oft angespannt und der Ton rauer. Als außenstehender Beobachter muss man aber im Nachhinein resümieren, dass Wahlplakate wie „Nazis töten“ sowie permanente Beschimpfungen und Diffamierungen in den sozialen Medien, wo wir von hiesigen Lokalpolitikern als „braune Brühe“ oder „Faschisten“ bezeichnet wurden, nicht zielführend waren.

Solche Aussagen machen einen zu geistigen Brandstiftern – da sollten alle, die sich entsprechend geäußert haben, in Anbetracht des Geschehenen einmal drüber nachdenken.

Wir leben alle in der gleichen Stadt und wollen alle ein friedliches Miteinander. So haben wir uns die Folgen des Wahlkampfes nicht vorgestellt.

Es kann in einer modernen Gesellschaft nicht sein, dass man als AfD-Mitglied oder Wähler Angst um sich und seine Familie haben muss!

Wir wünschen dem jungen Stolberger eine gute Genesung!