Digitalisierung soll entlasten, Kosten senken und dem Wohl der Bürger sowie einer höheren Lebensqualität dienen – so lässt sich die Position der AfD zusammenfassen. Das Jugendamt in Stolberg scheint dies jedoch anders zu interpretieren. Hier wirkt die Digitalisierung wie eine „Steuererhöhung durch die Hintertür“. Betroffen ist dabei nicht die gesamte Bürgerschaft, sondern gezielt die arbeitende Bevölkerung, deren Kinder städtische Betreuungseinrichtungen besuchen.
0,30 EUR Gebühr pro Buchung – Eine verdeckte Preiserhöhung
Wie wir durch den Elternbeirat erfahren haben, kann die Verpflegung für Kinder in Stolberg ab dem 02.02.2026 nur noch über eine neue App gebucht werden. Dieser Service ist jedoch keineswegs kostenlos für jene, die keine Sozialleistungen (wie Bürgergeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) beziehen. Pro Buchungsvorgang fallen 0,30 EUR an. Für eine Familie mit zwei Kindern summiert sich dies auf rund 144,00 EUR Mehrkosten pro Jahr. Es stellt sich die dringende Frage: Warum werden die durch die Digitalisierung eingesparten Verwaltungskosten nicht an die Bürger weitergegeben, sondern stattdessen neue Gebühren erhoben?
In Eschweiler ist laut unseren Informationen der Einsatz der App kostenlos.
Die „Nullrunde“ beim Kindergeld
Viele Eltern reagieren mit berechtigter Verärgerung. Während die Koalition aus CDU und SPD stolz eine Kindergelderhöhung von lediglich 4,00 EUR pro Monat verkündete, entstehen in Stolberg durch die App-Pflicht Mehrkosten von 6,00 EUR pro Kind und Monat. Rechnet man die Inflation hinzu, wird deutlich: Die Erziehung von Kindern wird teurer, während die reale Unterstützung schrumpft.
Unsere Position: Entlastung statt Belastung
Die AfD Stolberg lehnt diese Entwicklung entschieden ab. Eltern verdienen Unterstützung durch echte Entlastung für ihre Leistungen für die Gesellschaft! Wir sehen die Sicherung unseres Nachwuchses nicht in der Migration, sondern primär in einer Politik, die Familiengründung und Erwerbstätigkeit aktiv fördert. Es darf nicht sein, dass immer weniger Leistungsträger in die Zwangslage versetzt werden, für immer mehr Menschen aufkommen zu müssen.
Unsere Forderungen:
Transparenz: Wir werden anfragen, warum Kostenvorteile der Digitalisierung nicht an die Eltern weitergegeben werden.
Recht auf analoges Leben: Mit Verweis auf unser Wahlprogramm setzen wir uns für Menschen ein, die durch die Digitalisierung benachteiligt werden. Wir fordern ein gesetzlich verankertes Recht auf ein analoges Leben. Ein Zwang zur Nutzung einer kostenpflichtigen App im Rahmen der Kindererziehung wäre damit nicht zulässig.
(Vgl. AfD-Bundestagswahlprogramm 2025, Seite 47, Abs. 1)